Feuerwehr Droß

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Die Geschichte der FF-Droß

begann schon sehr früh und wir wollen diese Arbeit noch lange weiterführen.
Laufend werden Neuerungen vom NÖ Landesfeuerwehrverband eingeführt, welche das Arbeiten in der Feuerwehr erleichtern sollen. Die Ausbildung wird immer umfangreicher, aber auch interessanter.
Wir sind stolz das Feuerwehrwesen in Droß aufrecht zu halten.

CHRONIK

Zur Gündung der Feuerwehr kam es am 14. November 1883 unter Bürgermeister Josef Mößlinger durch die Herren Florian Türk, Johann Steiner und Franz Heuritsch. Die Statuten wurden vom Gemeindeausschuß am 6. November 1883 genehmigt, die Bescheinigung der Gründung erfolgte von der k. k. Statthalterei lt. § 9 des Gesetzes vom 15. November 1867 RGB1. Nr. 134, Z. 3846 vom 29. Jänner 1884.
Die Ursache der Gründung dürften die oft großen Brände gewesen sein, denen man vorbereiteter und schlagkräftiger begegnen wollte.
So wird von einem Brand am 21. März 1854 berichtet, und zwar „im Redli-schen Wirtshaus Nr. 48 verbrannten seine ganzen Stallungen und den Franz Votier Schmitmeister Nr. 49 brannte sein ganzes Haus samt Scheune zu boden. Aber durch die Hilfe Gottes und der großer fremder Menschenhilfe hat das Feuer nicht weiter gegriffen und wurde gänzlich gelöscht. Aber wie es ausgekommen sei konnte nicht ausgeforscht werden. Ebenso brach am 22. Mai im Fleischhauerhaus Nr. 36 Feuer aus und brannte das Haus samt Scheune zum Boden nieder. Aber dieser Brand wurde durch einen durchreisenden Bern (Böhm) gelegt, und dieser wurde alsogleich ertapt und eingezogen."
„Über das hat die Gemeinde den Beschluss gefasst und eine neue Feuerspritze angekauft, welche 485 fl gekostet hat. Dieses wurde niedergeschrieben von Bürgermeister Franz Lintner."
„Am 28. Jänner 1867 brach im Hause des Mathias Bauer Nr. 2 um 3 Uhr früh Feuer aus brannten Haus samt Scheune zuboden nieder."
Der 1. Feuerwehrhauptmann war Johann Steiner, der 46 Mann um sich scharte. Bereits 1884 übernahm Florian Türk das Kommando. Wahrscheinlich verzog Johann Steiner nach Krems, da er 1924 als Ehrengast und Gründer zum 30-jährigen Jubiläum geladen wurde.

1888: Eine neue Saugspritze um 1000 fl wurde angekauft.
1894: Feuerwehrleute beteiligen sich unentgeltlich an den Arbeiten zum Bau der Telefonleitung nach Krems und hoben die Löcher aus.
1895: Am 9. Mai wurden die (von Johann Kaltenböck) neu angefertigten Stoffblusen
ausgeteilt (l Bluse zu 5 fl.).
1896: Ankauf von 40 Meter Schläuchen von der Firma Köllsch, Graz, um 51 fl 60 kr. — Im Monat Juni wurde endlich die ersehnte Telefonleitung zum Bezirksverband hergestellt, wozu die Stangen schon zwei Jahre früher gesetzt wurden.
1899: Das Ehrenmitglied Obl. Julius Hacker stellt dem Verein am Schulgebäude einen Schlauchaufzug auf seine Kosten her.
1902: Es wird beschlossen, jedem Mitglied der Wehr nach seinem Tod die Musik zur Beerdigung vom Verein aus beizustellen.
1903: Der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses wird an Maurermeister Ritzinger vergeben. — Die Gemeinde lässt die Bauparzelle 112 aus dem öffentlichen Gut ausscheiden und in das Gemeindeeigentum übertragen.
1904: Die Gemeinde baut das neue (bisherige) Gerätehaus.
1907: Zum Bau der Wasserleitung , welche die Gemeinde hauptsächlich für Löschzwecke zu bauen beabsichtigt, werden als Beitrag 50 K beantragt. Ein drittes Horn wird angekauft.
1908: Wird beschlossen, die Vereinsleitung auf drei Jahre zu wählen. — Die Mannschaft, besonders die Steiger sind mit Mundschwämmen (Atemschutz!) auszustatten. — Gründung eines Jubiläumskomitees zur festlichen Begehung des 25. Gründungsjahres. Dieses tritt am 23. August zusammen und beschließt, das Fest mit dem Kaiserjubiläumsfest (60. Regierungsjahr) zu verbinden. Festordnung: Zapfenstreich am Vorabend mit Fackelzug, Weckruf, Gottesdienst; bis 2 Uhr Empfang der Gäste, Dekorierung von Mitgliedern und Gründern am Festplatz (Feuerwehrmagazin), Festzug, Gartenkonzert bei Mayr, Tanzkränzchen.
1913: Neuanschaffungen im Gerätehaus: l Kasten, 5 Helme, 10 blaue Blusen, 5 Kappen, 4 Hosen.
1916: Reparatur der alten Spritze — Zeichnung von 300 K Vereinsgeld für Kriegsanleihe.
1919: Hauptmann Johann Huth wird für seine 30-jährige Tätigkeit als Leiter der Wehr in der Hauptversammlung besonders geehrt.
1924: Zusammenstellung eines Festausschusses für die Abhaltung des 40. Gründungsfestes am 3. August 1924 mit folgender Festordnung: Weckruf, Feldmesse, Frühschoppenkonzert in Hutters Gasthaus, Empfang der Gäste zwischen l und 2 Uhr, Festrede und Dekorierung am Festplatze (Meierhof), Festzug, Gartenkonzert bei May r, Tanzkränzchen. — Einladungen hiezu werden dem Bezirksverband, der Bezirkshauptmannschaft, der Gutsinhabung Jaidhof, Ehrenmitglied Obl. Franz Kurz, dem Gründer der Feuerwehr Johann Steiner, Krems und sämtlichen Feuerwehren der Umgebung zugesandt. — Die Inflation macht sich auch hier bemerkbar. Die Musikkapelle Peer aus Lengen-feld kostet 1800000 K (früher waren die Auslagen für einen Ball z.B. 52 K).— Der Kassarest im Vereinsjahr 1924 beträgt 3377780 K.
1928: Anschaffung von 40 Stück Extrablusen und 50 Meter Schläuchen. -Ernennung des Forstverwalters Josef Zaruba zum Ehrenmitglied.
1931: Hauptmann Johann Huth legt seine Stelle nach 42jähriger Tätigkeit nieder und wird mit der Ernennung zum Ehrenhauptmann für seinen Dienst geehrt.— Anschaffung von 37 Stück Arbeitsblusen ä 15 Schilling von Schneidermeister Kratzer aus Stratzing. — Ankauf eines Minimax (Feuerlöscher), der bei Veranstaltungen stets bereitgestellt sein soll, desgleichen eine Feuerwache.
1934: Gründungsfest zum 50-jährigen Bestand mit Motorspritzenweihe. Die Motorspritze wurde von der Firma Rosenbauer aus Linz-Wien zum Preis von 4700 Schilling angekauft.
1939: Die Feuerwehr wird auf den Führer des Deutschen Reiches vereidigt. Der Kommandant heißt ab nun Wehrführer. Infolge Einrückung des Kommandanten Ludwig Mößlinger führt durch die Kriegsjahre Wehrführerstellvertreter Karl Bäuchl die Wehr, die sich aus durchschnittlich 12 bis 18 Mann und 4 Hitlerjungen zusammensetzt. Die Feuerwehr besteht nicht mehr als Verein, sondern wird als „Hilfspolizei" im Rahmen der Gemeinde geführt.
1947: Ab diesem Jahr beginnt wieder ein geordnetes Vereinsleben.
1949: Anschaffung einer Sirene, die am Trockenturm des Zeughauses montiert wird.
1950/51: Ankauf eines Feuerwehrautos und Autoweihe am 5. August 1951.1954 Ein Tragkraftspritzenanhänger, geschlossen, Ausführung für LKW, Traktoren oder Handzug wird bei der Firma Rosenbauer, Wien bestellt.
1959: Die Abdankung des Hauptmannes Ludwig Mößlinger nach 22-jähriger Tätigkeit wird mit einem Diplom und der Ernennung zum Ehrenhauptmann gewürdigt.
1960: Das Feuerwehrauto wird wegen Unbrauchbarkeit verkauft.
1961: An Stelle des alten Autos wird ein Feuerwehrauto Opel-Blitz, 1!£ Tonnen angekauft, und zu einem leichten Löschfahrzeug umgebaut.
1964/65: werden ein Gerätewagen und eine VW Tragkraftspritze angeschafft.1966 Am Gerätehaus wird ein neues Tor mit Eisenrahmen vom Schmiedemeister Wokaun, Droß, eingebaut.
1969: Nach Absolvierung eines Funklehrganges durch Mitglieder der Feuerwehr wird ein Funkgerät gekauft. Im Rahmen der Internationalen Feuerwehrwettkämpfe in Krems betreut die FF Droß eine ausländische Wettkampfgruppe, und zwar die Gruppe aus Donja-Kastela, Jugoslawien.
1971: Im Feuerwehrwesen werden neue Titel eingeführt, wonach der Hauptmann ab nun den Titel Brandinspektor (BI) führt. — Ein neues Feuerwehrgesetz tritt in Kraft.
1972: Renovierung des Zeughauses.
1975: Anschaffung einer Unterwasserpumpe.
1981: BI Karl Mayer tritt als Kommandant nach 21-jähriger Tätigkeit zurück und wird zum Ehrenhauptmann ernannt. Nach mehreren Bitten an die Gemeinde, den Schulteich gründlich zu sanieren und für die Zwecke als Löschteich zur Verfügung zu haben, werden bei diesen Arbeiten auch Wehrmänner zur Arbeit abgestellt. — Angelobung des neuen Kommandanten BI Huth Reinhard durch Vizebürgermeister Josef Loidl. — Eine neue Tragkraftspritze wird im Rahmen des 1. Feuerwehrfestes am 15. August gesegnet.
1982: Im Hinblick auf das 100-jährige Bestehen der FF Droß im Jahre 1984 stellt die FF der Gemeinde, vertreten durch Bürgermeister Loidl, das Ansuchen, für den Neubau eines Zeughauses auf dem Areal des alten Pfarrhofes die Planung einzuleiten.
1983: Beginn des Baues für ein neues Gerätehaus in Verbindung mit der Sanierung des alten Pfarrhofes. Die Gemeinde hat bereits 800000 Schilling dafür ausge-geben und fordert die FF auf, folgende Arbeiten in Eigenregie mit den Gemeindearbeitern auszuführen: Außen- und Innenputz, Wärmedämmung und Fußbodenbeläge.
1984: Die Eröffnung des neuen Zeughauses findet gemeinsam mit der Einweihung des „alten Pfarrhofes" am 8. September 1985 statt.
2008: Anschaffung eines neuen Tankwagens Scania P340 mit Segnung beim diesjährigen FF-Fest.
2010: Ankauf eines Kommandofahrzeuges Mercedes Sprinter 313CDI.
2016: OBI Huth Reinhard legt nach 35 Jahren sein Amt als Kommandant zurück. BI Frank Georg wird zum neuen Kommandanten gewählt und durch Bürgermeister Neuwirth Andreas angelobt.

Seit der Gründung der Feuerwehr bis zum Jahr 1938 sind es fast ausschließlich Brandeinsätze, die die Feuerwehr zu leisten hatte. Das Material und die Ausrüstung waren wesentlich einfacher als heutzutage: Saugspritzen mit Handbetrieb, erst später wurden Motorspritzen eingesetzt, der Fuhrpark bestand aus Wagen mit Pferdebespannung. Die Wehr aus Droß leistete nach den schriftlichen Aufzeuchnungen in Droß 7 Brandeinsätze, im Drosseramt l, in Stratzing 2, in Lengenfeld 17, in Senftenberg 3, in Langenlois l, in Gneixendorf 2 und in Krems 1.
Nach dem 2. Weltkrieg ging man nun daran, das Feuerwehrwesen rasch und fortschrittlich wieder aufzubauen. Bald wurden neue Geräte beschafft, man versuchte mobil zu werden, indem Kraftfahrzeuge angeschafft wurden. Der Ausbildungsstand der Feuerwehrmitglieder wurde durch Kurse und Schulungen, wesentlich angehoben. Das Tätigkeitsfeld erweiterte sich, weil neben den Brandeinsätzen andere Gebiete der Hilfeleistung auftraten: Hochwassereinsatz, technische Einsätze, Waldbrandbekämpfung, Sturmschäden u.a.